Großglockner 2004
Nachdem der höchste Berg Deutschlands geschafft war sollte dieses Jahr der höchste Österreichs dran glauben. Wir wollten in einem verlängerten Wochenende über den Stüdlgrat hinauf und den Normalweg hinab.
Also
sind wir am Donnerstag gestartet in Richtung Kals am Großglockner. Das Wetter
sollte das Wochenende halten und versprach eine wunderschöne Tour. Am
Lucknerhaus angekommen stellten wir das Auto ab und machten uns auf den Weg zur
Lucknerhütte. Hier bot sich bereits ein wundervoller Blick auf den Großglockner.
Da wir durch die lange Anreise relativ spät unterwegs waren, haben wir in der Lucknerhütte übernachtet (16€ Ü mit Frühstück). Den nächsten Tag wollten wir zur
Stüdlhütte und dort in dieser Höhe etwas wandern. Nach einer Nacht auf der
Stüdlhütte wollten wir dann über den Stüdlgrat auf den Glockner.

Leider
war die Stüdlhütte aber total überfüllt und so sind wir von der Lucknerhütte
gleich über den Stüdlgrat zur Adlersruh. Das Wetter war fantastisch strahlend
blauer Himmel und keine einzige Wolke zu sehen. Gegen 8 Uhr sind wir an der
Stüdlhütte angekommen und nach einer kurzen Pause ging es weiter zum
Teischnitzkees. Auf diesen ging es immer am Luisengratentlag zum Einstieg des
Stüdlgrates. Eine sehr gute Beschreibung zum Stüdlgrat findet sich unter
www.bersteigen.at.
Da meine Kondition nicht gerade die beste ist waren wir

sehr
lange unterwegs und waren dann gegen 18:00 Uhr auf dem Gipfel. Das
Glocknerleitl welches wir im Licht der Stirnlampe abgestiegen sind, war aber
hervorragend gespurt und wir wurden mit einem fantastischen Sternenhimmel
belohnt.
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Abstieg zurück zum Parkplatz am Lucknerhaus. Während wir abstiegen zogen immer wieder Wolken über den Glockner und wir waren froh das die Stüdlhütte am Vortag voll war und wir den Weg einen Tag eher gemacht hatten.
Als Fazit kann man sagen eine hervorragende alpine Tour welche man aber wirklich nicht unterschätzen sollte. Wir hatten aufgrund des optimalen Wetters die Möglichkeit die Tour relativ ruhig anzugehen. Bei einem Wetterwechsel kann dieses aber sehr unangenehm werden. Der Gletscher war schneefrei und sehr gut begehbar.
Erstaunlich waren die am Ködnitzkees freien Felsen am Gletscherrand, welche an ihrer abgeriebenen Struktur zeigten wo früher mal der Gletscher war.
Literatur:
Gebietsführer "Glocknergruppe" vom Rother Verlag
Alpenvereinskarte 40 "Glocknergruppe"
Internet:
http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=459 Gutes Topo
http://www.alpin-koordinaten.de/ GPS-Koordinaten