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Mit dem Fahrrad durch das Hochland Äthiopiens |
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Landkarte |
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Wichtige Links für Nachahmer: |
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| Uli & Berthold Uhlig Januar 1999 |
| Wiedereinmal saßen wir im Flieger und es kehrte die erste Ruhe ein. Kein Gedanke mehr an das leidige Gepäck, und wie man das wohl alles am Flugschalter vorbeibuchsiert. Kein Gedanke an das, was man vergessen haben könnte. Jetzt genießen wir den Flug. Wir stellen uns vor, schon irgendwo durch das Hochland Äthiopiens zu fahren. |
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In ADDIS ABEBA angekommen waren wir überrascht über die geordneten Verhältnisse im Straßenverkehr. Rote Ampeln wurden tatsächlich beachtet. Entgegen aller
Prophezeiungen schien uns hier als Radfahrer mehr Respekt entgegengebracht zu werden als zu Hause. Gleich am nächsten Tag starteten wir gen Norden. Eine schlechte Asphaltstraße brachte uns schließlich nach GOHA. Während einer Übernachtung hier in diesem kleinen
Nest machten wir unsere ersten Erfahrungen mit Wanzen Hier in LALIBELLA gelandet, ging’s die 25 Kilometer zu dem eigentlichen Ort mal wieder ordentlich hoch. Lalibella, einst blühende Hauptstadt einer mittelalterlichen Dynastie, ist heute ein kleiner unbedeutender Ort, der von einem im zwölfen Jahrhundert errichteten Kirchenkomplex lebt. König Lalibella wollte hier damals ein zweites Mecka errichten und hatte innerhalb weniger Jahre all diese Kirchen aus dem Fels hauen lassen. Betrachtet man so manches moderne äthiopische Bauwerk, erscheint es um so erstaunlicher, mit welcher Akkuratheit all die zahllosen Säulen, Fenster, Türen und Ornamente mühsam aus dem harten roten Gestein gehauen wurden. |
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Nach den letzten eher geruhsamen Tagen brannten wir darauf wieder auf unsere Räder zu steigen und den steilen Bergen und schlechten Straßen zu trotzen. Ohne aus unseren Fehlem gelernt zu haben entschieden wir uns wiedereinmal für die angeblich bessere und nur wenig längere Straße. Das war einmal mehr ein schlechter Tip, denn diese Route war immerhin 70 Kilometer länger und führte über ein 3400 m ü NN gelegenes Plateau. Wenigstens konnten wir hier unseren Tagesrekord für gefahrene Höhenmeter (2000 m auf 80 km) aufstellen. Wir freuten uns schon auf die nächste große Stadt WALDIYA, denn von da an sollten unsere Räder wieder leicht über Asphalt rollen. Angesichts dieses freudigen Ereignisses duschten wir im Hotel nicht nur uns, sondern auch gleich Räder und Taschen, um sie von dem feinen Staub zu befreien. Die bessere Straße nutzten wir gleich aus, um uns bei Abfahrten gegenseitig zu übertrumpfen. Angesichts zahlloser Esel und Schafe am Straßenrand war ich immer noch etwas verhaltener als mein Bruder. So mancher LKW-Fahrer hat wohl in irgendeiner Radtasche einen kleinen Motor vermutet, als wir ihm davonfuhren. Auf dem letzten Paß konnten wir noch einmal unseren Trainingszustand testen, als es 1900 Höhenmeter zu überwinden galt. Die letzte Etappe nach Addis hatten wir leichten Rückenwind und geringe Anstiege. So flogen wir die 135 Kilometer geradezu unserem Ziel entgegen. Hier in Addis Abeba haben wir uns mit zwei Franzosen zusammengetan und nach eintägigem Handeln einen preiswerten Jeep inklusive Fahrer gemietet. Damit konnten wir auf einer 2,5-tägigen Tour in dem Shella-Lakes und den Awasch-Nationalpark ein Stück äthiopische Tierwelt kennenlernen. Für die letzten Tage sind wir in den Westen des Landes nach Dire Dawa geflogen, um von dort nach Harrar zu fahren. Harrar ist eine alte arabische Stadt mit weiß getünchten zweistöckigen Häusern, engen Gassen und Moscheen. Befreit von den alltäglichen Strapazen und Mühen gingen uns auf dem Rückflug nochmal so manche Bilder dieser grandiosen Landschaft, sowie Eindrücke und interessante Erlebnisse durch den Kopf. So das war’s erstmal! |